NVS braucht eine Finanzspritze - Tram-Modernisierung kostet knapp 10 Mio. Euro mehr als geplant

Rund 18 Millionen Euro hat die Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS) einkalkuliert, um alle 30 Niederflurbahnen vom Typ SN 2001 zu modernisieren. TRAM-MV.de berichtete bereits darüber. SN 2001 Nr. 811 wurde als erster Triebwagen vollständig entkernt und ausgebaut.

Der Gutachter erstellte ein Gesamtgutachten und urteilte zur Elektrotechnick: "Es besteht Handlungsbedarf".
Viele der benötigten Ersatzteile sind schon jetzt (die Straßenbahnen sind vom Baujahr 2001 bis 2003) nicht mehr zu bekommen. Der NVS würde daher auf Nummer Sicher gehen, die Bahnen mit neuer Technik auszustatten. Dafür hat sich Wilfried Eisenberg, Geschäftsführer der NVS, entschieden um noch längere Zeit mit den 30 Bahnen fahren zu können. Dafür sind pro Bahn weitere 330.000 Euro notwendig.

Etwa 600.000 Euro wurden pro Bahn und Reparatur- und Modernisierungsmßnahmen eingeplant ... z. B. für neue Sitze, Lampen, Einbau einer Klimaanlage sowie den notwendigen Arbeiten an den Bremsanlagen und den Drehgestellen. Durch die notwendige Elektrotechnick sind jetzt 930.000 Euro pro Bahn, es sind bei 30 Bahnen insgesamt rund 10 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant.

Die Alternative wären lt Lothar Matzkeit (Prokurist und Betriebsleiter Straßenahn beim der NVS) neue Straßenbahnen im Wert von derzeit rund 3,5 Mio. Euro pro Wagen - und deutlich teurer.

Beim Land seien zusätzliche Mittel beantragt worden. Die Elektrotechnick muss dann europaweit ausgeschrieben werden.

Ende 2019 soll in der NVS-Schienenbahnwerkstatt damit begonnen werden, die ersten fünf Bahnen fit für die Zukunft zu machen.

Quellen:
Internetseite der Schweriner Volkszeitung vom 20. Dezember 2018 | www.svz.de