Stralsund soll wieder eine Straßenbahn bekommen

Es ist jetzt über 52 Jahre her, als am 07. April 1966 in Stralsund die letzte Strassenbahn fuhr. Jetzt soll, der Grünen-Fraktion im Stadtparlament nach, eine autonom fahrende Straßenbahn vom Hauptbahnhof bis zum Neuen Markt errichtet werden.

Überraschender Vorschlag für den Nahverkehr in Stralsund: Die Bürgerschaft diskutiert am Donnerstag auf Antrag der Grünen-Fraktion über die Einrichtung einer autonom fahrenden Straßenbahn. Die erste Strecke, auf der die Kleinbahn unterwegs sein soll, soll vom Hauptbahnhof über den Tribseer Damm bis zum Neuen Markt verlaufen. Das berichtet die Ostsee-Zeitung (OZ) auf ihrer Internetseite am 23. Mai 2018.

Auch wenn es sich nur um einen Antrag der Grünen handelt, über den im Stadtparlament abgestimmet wird, hat Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) nach OZ-Informationen intern bereits das Signal ausgesendet, dass man „diesen Antrag nicht gleich in Bausch und Bogen verdammen“ soll. Badrow gilt als Fan innovativer Verkehrskonzepte. Er verfolgt derzeit auch Pläne, eine Fähre von Altefähr nach Stralsund pendeln zu lassen – nach Möglichkeit in absehbarer Zeit ebenfalls autonom.

Selbstfahrende Kleinbusse oder Bahnen gibt es woanders bereits. In Kopenhagen gibt es beispielsweise eine autonom fahrende Metro. Grünen-Fraktionschef Jürgen Suhr sieht allerdings für Stralsund in der Charité Berlin das geeignetere Vorbild. Dort werden selbstfahrende Kleinbusse, die von der Deutschen Bahn bereitgestellt werden, auf dem riesigen Klinikgelände eingesetzt. Suhr: „Die geplanten Umgestaltungen von Bahnhofsvorplatz und dem Neuen Markt bieten ein ideales Zeitfenster, um über grundsätzlich neue Wege für den Öffentlichen Personennahverkehr nachzudenken.“Die Stadtverwaltung plant, die beiden zentralen Plätze in den nächsten Jahren völlig umzugestalten. Eine Variante ist es, den Neuen Markt weitgehend autofrei zu gestalten, ähnliches ist für den Bahnhofsvorplatz vorgesehen.

Quelle
Internetseite der Ostsee-Zeitung vom 23.05.2018 | www.ostseezeitung.de